Die erste Knudsgilde wurde im 12. Jahrhundert in Schleswig als Gilde der reichen Fernkaufleute gegründet. Namensgeber, Beschützer und Heiliger der Gilde war der erste Herzog von SchleswigKnud Lavard (1096-1131). Die Idee der Knudsgilde breitete sich anschließend in weiteren dänischen und skandinavischen Städten aus. Sie gewann an Einfluss im Ostseeraum und stand bald in einem Wettbewerb mit der deutschen Hanse. In ihrer Hochzeit bestanden fünfzig Knudsgilden.Im Hochmittelalter organisierte die Gilde Marktregeln und Gesetze für den Handel auf See und auf dem Land. Die Gildebrüder schworen unter Eid, sich gegenseitig bei Krankheit und Not zu unterstützen. Die überaus strenge Gerichtsbarkeit der Gilde stand über der Gerichtsbarkeit des sich gerade formenden städtischen Bürgertums. Häufig stand ihr Recht sogar über dem Recht der königlichen Vögte.
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