Als Kelten (
lat. celtae, galli,
griech. keltoi, galatai – die Tapferen, die Edlen) bezeichnete man seit der Antike Kulturgruppen der
Eisenzeit in Europa, die durch materielle Gemeinsamkeiten oder verwandte Sprachen gekennzeichnet sind. Je nach Fachgebiet oder Sichtweise werden mit dem Begriff Kelten entweder Siedlungsgemeinschaften mit einer ähnlichen materiellen Kultur (
archäologische Definition) oder eine mittel- und westeuropäische Sprachengemeinschaft (
sprachwissenschaftliche Definition) bezeichnet. Es ist dabei überaus strittig, ob die heute so genannten "keltischen Sprachen" tatsächlich auf die archäologischen Kulturen der Kelten zurückgehen. In der Forschungspraxis werden die beiden Definitionen häufig nicht deutlich genug geschieden. Als gesichert kann dagegen gelten, dass die "Kelten" nie eine geschlossene
Ethnie, d. h., bzw. ein geschlossenes
Volk bildeten (s. a.
Volk,
Ethnie,
Ethnogenese), allenfalls kann von zahlreichen unterschiedlichen ethnischen Gruppen mit ähnlicher Kultur gesprochen werden.
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