Kapitalbilanz
Kapitalexport /-import
Unter Kapitalexport versteht man die längerfristige Anlage von Vermögen und Ersparnissen im Ausland. In der Regel handelt es sich um Finanzströme, die nicht mit dem Waren- und Dienstleistungsverkehr gekoppelt sind. Die Kapitalausfuhr kann auf verschiedenen Wegen erfolgen, durch Kauf ausländischer Wertpapiere wie Anleihen (festverzinsliche Wertpapiere) und Aktien (Portfolio-Investition) ebenso wie durch Gewährung von Krediten. Aber auch die sogenannte Direktinvestitionen, d.h. dauerhafte Beteiligungen an Unternehmen oder Immobilienkäufe jenseits der Landesgrenzen, zählen zu Kapitalexport.
Die Bundesbank veröffentlicht monatlich eine detaillierte Übersicht über den von ihr registrierten Kapitalverkehr mit dem Ausland. Hier werden nicht nur die Kapitalexporte, sondern auch die Kapitalimporte - d.h. die gegenläufigen Kapitalbewegungen - genau erfaßt einschließlich der Geldbewegungen zwischen den Banken.
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