K. Alex Müller
Karl Alexander Müller (*
20. April 1927 in
Basel) ist ein
Schweizer Physiker.Müller erhielt 1987 zusammen mit
Johannes Georg Bednorz den
Nobelpreis für Physik „für ihre bahnbrechende Entdeckung von
Supraleitung in
keramischen Materialien“. Müller arbeitete im
Zürcher Forschungslabor von
IBM, wo er zusammen mit Bednorz den ersten
Hochtemperatursupraleiter der Welt synthetisierte. Alex Müller hatte damals den Status eines IBM Fellows, der es ihm ermöglichte frei und weitgehend unabhängig auf einem Forschungsgebiet zu arbeiten. Georg Bednorz begann in Müllers Labor mit einer Diplomarbeit über Strontiumtitanat. Später arbeiteten beide an systematischen Untersuchungen verschiedener Oxide. Einige Veröffentlichungen gaben Hinweise darauf, dass sich unter diesen Materialien potentielle Supraleiter befinden. Zur damaligen Zeit eine revolutionäre Idee, da Oxide typischerweise isolierende bzw. halbleitende Eigenschaften aufweisen. Supraleitung war bis dato nur bei Metallen bekannt. Die bis zu den Arbeiten von Müller und Bednorz höchste bekannte
Sprungtemperatur wies eine Legierung aus Niob und Germanium Nb3Ge mit 23 Kelvin auf. 1986 synthetisierten beide zum ersten mal ein Barium-Lanthan-Cuprat La2CuO4, bei dem sie Supraleitfähigkeit und eine Sprungtemperatur von 35 K messen konnten.
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