Internationaler Währungsfonds
Internationaler Währungsfonds
Konzipiert als monetäres Teilstück eines umfassenden Gebäudes zur Wiederherstellung der zwischenstaatlichen Beziehungen nach dem letzten Kriege, nahm der Internationale Währungsfonds (= IWF) in Washington 1946 seine Tätigkeit auf. Die Gründer hatten sich 1944 in Bretton Woods (USA) auf bestimmte währungspolitische Spielregeln geeinigt. Wesentlicher Bestandteil waren feste, aber anpassungsfähige Wechselkurse, die sich auf einen festen Goldgehalt bezogen.
Aufgabe des Fonds ist es, die Mitglieder im Falle vorübergehender Zahlungsbilanzprobleme durch Währungskredite zu unterstützen, um ihnen die wirtschaftliche Anpassung zu erleichtern.
Das seit 1973 praktizierte System der flexiblen Wechselkurse (
Floating) wurde 1978 legalisiert. Danach wird den einzelnen Ländern die Wahl des Währungssystems überlassen. Dem Fonds kommt eine Überwachungsfunktion zu. Die Mitgliedsländer sollen Wechselkursmanipulationen unterlassen.
Daneben wurde die Rolle des Goldes abgebaut; sie soll mehr und mehr von einem künstilichen zWeltgeld", den Sonderziehungsrechten übernommen werden.
Seine Mittel erhält der Fonds durch Pflichteinlagen (Quoten) der Mitgliedsstaaten sowie Beiträge einzelner Länder, so aufgrund der "Allgemeinen Kreditvereinbarungen" des
Zehner-Clubs. Bei Zahlungsbilanzschwierigkeiten kann jedes Mitglied automatisch einen Kredit bis zu 25% seiner Quote in Anspruch nehmen. Darüber hinaus stehen ihm unter bestimmten Voraussetzungen und bei Erfüllung teilweise harter Auflagen weitere Kredit-Tranchen zu. Daneben besteht die Möglichkeit der Finanzierung von Exporterlös-Ausfällen und von Getreideimporten sowie von internationalen Rohstoff-Ausgleichslagern.
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Internationaler Währungsfonds, IWF