Index [] (lateinisch „Zeigefinger, Anzeiger, Übersicht, Titel, Inhaltsverzeichnis“), im Plural „Indizes“ [] oder seltener „Indexe“, steht für:
Zeigefinger, als medizinische Fachbezeichnung;eine Liste, insbesondere
Index Librorum Prohibitorum, das Verzeichnis der ehemals von der katholischen Kirche verbotenen Bücher, davon abgeleitet:
Indizierung, Verbot von Büchern, Filmen, Videospielen, ...eine Liste mit Verweisen auf Seitenzahlen, Speicheradressen o.ä., insbesondereunter dem Einfluss des Lateinischen, Englischen, Französischen u.a. zuweilen auch im Deutschen:
Register (Nachschlagewerk) oder
Stichwortverzeichnis bei Publikationen;
Datenbankindex, eine Datenstruktur zum schnellen Auffinden von Datensätzen in Datenbanken;
Index (Semiotik), ein Zeichen, zum Beispiel Rauch als Zeichen für Feuer;in der modelltheoretischen Semantik ein geordnetes Paar bestehend aus einem Welt- und Zeitargument;
Index (Mathematik), die Kennzeichnung des Glieds einer Folge oder der Komponente eines Tupelseine
Maßzahl zur eindimensionalen Charakterisierung komplexerer Daten, zum Beispielin der Mathematik
Windungszahl, eine topologische Invariante in der Funktionentheorie
Index (Äquivalenzrelation), die Anzahl von Äquivalenzklassen,
Index (Gruppentheorie), die Anzahl der Nebenklassen;Index (Anthropometrie), bestimmte Verhältnisse in der
Anthropometrie, beispielsweise Kopfbreite im Verhältnis zur Kopflänge;in der Ernährungslehre
Body-Mass-Index (BMI), das Verhältnis von Körpergewicht zur quadrierten Körpergröße
Broca-Index, ein Maß zur Berechnung des Normalgewichtes einer Person
Glykämischer Index zur Unterteilung kohlenhydrathaltige Lebensmittel nach ihrer blutzuckersteigernden Wirkungin Statistik und Volkswirtschaftslehre
Aktienindex, eine Kennzahl an der Börse für die Entwicklung der Aktienkurseund viele andere Indizes, siehe
Index (Statistik);in der Politologie
Demokratieindex, ein von der Zeitschrift The Economist aufgestellter Vergleich der Demokratien in der Welt
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Im EDV-Bereich: sortierte Liste von Begriffen, nach denen man gezielt suchen kann, um entsprechende Informationen abzurufen. Insofern ist ein Index mit dem Inhaltsverzeichnis eines Buches vergleichbar. Mit Hilfe eines Index kann man sehr schnell und direkt auf bestimmte Informationen innerhalb einer großen Datenmenge (z.B. einer Datenbank) zugreifen, ohne daß diese komplett durchsucht werden müßte.
Ein Index ist eine Meß- oder Kennziffer, mit deren Hilfe Veränderungen bestimmter Größen (z.B. Preise), insbesondere im Zeitablauf ausgedrückt werden können. Der Berechnung von Indizes liegt eine einfache Prozentrechnung zugrunde, wobei die Vergleichszahl eines Zeitpunkts auf100 gesetzt wird. Aus diesen Basiswert werden alle weiteren Vergleichszahlen bezogen.
Die in der Öffentlichkeit am stärksten beachteten Indizes sind:
der Lebenshaltungskosten-Index, der die Wertveränderung eines bestimmten, für den Normalhaushalt typischen Warenkorb anzeigt (
Geldwert)
und verschiedene Börsenindizes (Aktien-, Rentenindex), die die Kursentwicklung von Wertpapieren widerspiegeln und so einen längerfristigen Vergleich ermöglichen
Neben der statistischen Bedeutung finden Indizes auch praktische Anwendung im täglichen Leben: so werden beispielsweise vielfach Mieten oder Versorgungsbezüge auf Grund sogenannter Indexklauseln der Entwicklung des Lebenshaltungskosten-Index angepaßt; allerdings muß die Bundesbank solche Vertragsvereinbarungen zustimmen.