Als Ikonologie (zu „Bild“ und „Lehre“) bezeichnet man eine in den 20er und 30er Jahren entstandene Forschungsrichtung der Kunstgeschichte, die in Ergänzung zur wertindifferenten Methode der Formanalyse und der Ikonographie die symbolischen Formen eines Kunstwerks deutet.Die ikonologische Methodik wurde erstmals von Aby Warburg in seiner Straßburger Dissertation über zwei Bilder Botticellis von 1892 angewandt. Den Begriff ikonologische Analyse für seine Arbeitsweise benutze er zum ersten mal in seinem Vortrag über die Monatsbilder im Palazzo Schifanoia in Ferrara, wo es ihm gelang, das komplexe astrologische Bildprogramm der Fresken zu entschlüsseln. Die Methode wurde zunächst von der sog. Warburg-Schule, zu der Warburgs Schüler und Mitarbeiter gehörten, wie Gertrud Bing, Fritz Saxl, Walter Solmitz und Edgar Wind angewendet.
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