Die Grammatik (Sprachlehre,
altgriechisch [τέχνη] γραμματική, [technē] grammatikē „Kunst des Lesens und Schreibens“, von γράμμα, gramma, „Geschriebenes, Buchstabe“; lat. [ars] grammatica) bezeichnet in der
Linguistik und
Sprachforschung jede Form einer systematischen Sprachbeschreibung. Dabei steht der Begriff der Grammatik einmal für das Regelwerk selbst, auf der anderen Seite wird Grammatik auch für die Theorie über eine bestimmte
Sprache oder
Sprachfamilie verwendet. Teile der neueren grammatischen Forschung bestehen in der Frage, wie weit sich vor allem
natürliche Sprachen auf
formale Sprachen reduzieren lassen (siehe
Noam Chomsky). Mit dem Ausgang des 18. Jahrhunderts hat mit den Arbeiten von
Franz Bopp eine Analyse der Sprachverwandtschaften anhand der Grammatiken begonnen, die bis heute den zentralen Forschungsgegenstand darstellt. Bei den alten Griechen (zum Beispiel
Aristoteles), die diese Begriffsbildung eingeleitet haben, diente die Grammatik unter anderem in der Diskussion, ob die Sprache Menschenwerk sei.
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