Hermann Gessler, der »Reichsvogt in Schwyz und Uri«, ist ein SchweizerMythos. Nach der Legende soll Wilhelm Tell in der Hohlen Gasse bei Küssnacht am Rigi den hohen habsburgischen Staatsbeamten Hermann Gessler mit einem Pfeil aus seiner Armbrust ermordet haben.Im Weissen Buch von Sarnen von 1470 wurde von einem ...ein gesler/der ward vogt zr ure vnd ze Switz... berichtet. In einer anderen Chronik wird er Grissler genannt, und in einer dritten soll es ein Graf von Seedorf gewesen sein. Es gibt historisch nachgewiesene Personen mit dem Namen Gessler. So gab es im aargauischenFreiamt im Dorf Wiggwil eine Familie Gessler, die allerdings noch keine Ministerialen waren, sondern Bedienstete im Sold der Habsburger. Diese Familie vermehrte ihr Vermögen und Einfluss durch Arroganz und Untertänigkeit und übernahm bald verschiedenste Ländereien in Pacht oder zu Eigentum. Ihr Aufstieg ist eng mit jenem der Habsburger verknüpft, die von lokalen Adligen zu Grafen und Herzögen des Heiligen Römischen Reiches aufstiegen und schliesslich zur Königswürde gelangten.
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