Das Gardner-Syndrom, benannt nach dem amerikanischen
Humangenetiker Eldon John Gardner (*1909 in
Utah, † 1989), ist eine seltene
genetische Erkrankung. Sie kommt bei etwa einem von 10.000
Neugeborenen vor und wird
autosomal-dominant vererbt (
Mutation des APC-Gens). Das
Syndrom wird als
phänotypische Variante der
familiären adenomatöse Polyposis (FAP) beschrieben (d. h. es besteht ein fließender Übergang). Neben den
Adenomen des
Dickdarmes treten
gutartige Tumoren der Knochen (z. B.
Osteome), der
Haut,
Unterhaut und des
Bindegewebes (z. B.
Atherome,
Lipome,
Fibrom,
Leiomyome) auf. Weitere Merkmale, die mit dem Gardner-Syndrom assoziiert werden, sind Hyperodontie (Zahnüberzahl),
Kolon- und
Magenpolypen und
Epidermoidzysten.
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