Bei der Extrusion (v.
lat.: extrudere = hinausstoßen, -treiben) werden
Kunststoffe oder andere zähflüssige härtbare Materialien in einem kontinuierlichen Verfahren durch eine
Düse gepresst. Dazu wird der Kunststoff - das Extrudat - zunächst durch einen
Extruder (auch Schneckenpresse genannt) mittels Heizung und innerer
Reibung aufgeschmolzen und
homogenisiert. Weiterhin wird im Extruder der für das Durchfließen der Düse notwendige
Druck aufgebaut. Nach dem Austreten aus der Düse erstarrt der Kunststoff meist in einer wassergekühlten Kalibrierung. Das Anlegen von Vakuum bewirkt, dass sich das Profil an die Kaliberwand anpresst und somit die Formgebung abgeschlossen wird. Im Anschluss darauf folgt oft noch eine Kühlstrecke in Form eines gekühlten Wasserbades. Der Querschnitt des so entstehenden geometrischen Körpers entspricht der verwendeten Düse oder Kalibrierung. Die möglichen Fertigungstoleranzen bewegen sich im Bereich von +/- 0,05 mm. Ein analoges, auf demselben Umformprinzip basierendes Verfahren, das bei der Heißumformung von Metallen zum Einsatz kommt, bezeichnet man als
Strangpressen.
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