Ein Gut ist in der
Ethik ein mögliches Ziel des menschlichen Strebens. Güter spielen vor allem in
teleologischen Ethiken eine wichtige Rolle. Die Verwirklichung eines Gutes kann die eines anderen Gutes beeinträchtigen, was eine
Güterabwägung notwendig macht. In der philosophischen Tradition (vor allem bei
Platon,
Aristoteles und
Kant) werden Güter scharf von „
dem Guten“ unterschieden. Güter sind in dieser Tradition ethisch indifferent, da sie unterschiedlich gebraucht werden können. So meint z. B. Kant: „Verstand, Witz, Urteilskraft, und wie die Talente des Geistes sonst heißen mögen, oder Mut, Entschlossenheit, Beharrlichkeit im Vorsatze, als Eigenschaften des Temperaments, sind ohne Zweifel in mancher Absicht gut und wünschenswert; aber sie können auch äußerst böse und schädlich werden, wenn der Wille, der von diesen Naturgaben Gebrauch machen soll und dessen eigentümliche Beschaffenheit darum Charakter heißt, nicht gut ist.“ (Kant: Grundlegung zur Metaphysik der Sitten, S. 18)
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