Elektrophorese bezeichnet die Wanderung
elektrisch geladener Teilchen durch einen als Trägermaterial dienenden Stoff in einem
elektrischen Feld. Die Wanderungsgeschwindigkeit v ist dabei
proportional der
Feldstärke E und der
Ionenladung Q,
umgekehrt proportional dem Teilchenradius r und der
Viskosität η des Stoffes. Bei der
Gelelektrophorese spielt auch das Verhältnis zwischen dem Teilchenradius und der Porenweite des als Trägermedium dienenden
Gels eine Rolle, weil das Gel als
Molekularsieb wirkt, so dass sich ein größerer Teilchenradius stärker hemmend auf die Wanderungsgeschwindigkeit auswirkt, als nur durch die Viskosität alleine zu erwarten wäre. Durch die unterschiedliche Ionenladung und dem Teilchenradius bewegen sich die einzelnen Stoffe (Moleküle) unterschiedlich schnell durch das Trägermaterial und erreichen eine Auftrennung entsprechend ihrer elektrophoretischen Mobilität. Damit eignet sich die Elektrophorese sehr gut zur Trennung von Stoffgemischen (insbesondere Molekülgemischen). Als Trägermaterial können Flüssigkeiten, Gele (
Gelelektrophorese) (vor allem mit
Polyacrylamid,
Agarose) oder Feststoffe zum Einsatz kommen.
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