Die EU-Erweiterung 2004 war die fünfte und bisher größte
Erweiterung der
Europäischen Union. Sie wurde am 16. April 2003 in Athen im
Beitrittsvertrag 2003 fixiert, der am
1. Mai 2004 in Kraft trat.Da die
Volksabstimmungen in allen unterzeichnenden Ländern positiv ausfielen, traten am 1. Mai 2004
Estland,
Lettland,
Litauen,
Malta,
Polen,
Slowakei,
Slowenien,
Tschechien,
Ungarn und
Zypern der EU bei. Die EU bestand damit bis zur neuerlichen Erweiterung um Bulgarien und Rumänien (am 1. Januar 2007) aus 25
Mitgliedstaaten. Die
Europäische Kommission hatte am
9. Oktober 2002 empfohlen, diese zehn Staaten aufzunehmen. Die Entscheidung zur Aufnahme fiel am
13. Dezember 2002 (Abschluss der Beitrittverhandlungen) in
Kopenhagen; das
Europäische Parlament stimmte am
9. April 2003 zu. Die Unterzeichnung des Beitrittsvertrages fand am
16. April 2003 in
Athen statt. Für Zypern ist nach dem Scheitern des
Referendums vom
24. April 2004 faktisch nur der südliche, griechische Teil beigetreten, auch wenn formal ganz Zypern beigetreten ist. In der Abstimmung sprachen sich 65 Prozent der türkischen Zyprioten für eine Wiedervereinigung aus, 75,8 Prozent der griechischen Zyprioten jedoch stimmten gegen ein unter dem von ihnen als unzureichend empfundenen Annan-Plan wiedervereintes Zypern. Für einen Beitritt der ganzen Insel hätten beide Volksgruppen mehrheitlich für die Wiedervereinigung stimmen müssen.
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