Als Dreiphasenwechselstrom oder Drehstrom, umgangssprachlich auch Starkstrom oder Kraftstrom, wird ein System von drei miteinander verketteten
Wechselströmen bezeichnet.Werden in einem
Generator drei
Spulen gleichmäßig im Kreis versetzt angeordnet, entstehen drei zeitlich ebenso versetzte
Wechselspannungen, die ihre
Amplituden nacheinander, zu unterschiedlichen Zeitpunkten erreichen. Diese zeitliche Versetzung wird durch die
Phasenlage beschrieben.Bei Darstellung in
Polarkoordinaten zeigen sich drei Vektoren in der Anordnung eines dreistrahligen Sterns: Die Länge der Vektoren entspricht der Nennspannung bzw. der Amplitude der von den drei Spulen erzeugten Wechselströme, ihr Winkel mit der positiven „
x-Achse“ ihrer Phase und der Abstand der Vektoren-Endpunkte von der „x-Achse“ der tatsächlichen Spannung in dieser Phase bzw. zum zugehörigen Zeitpunkt. Wenn einer der Wechselströme in einer Phase den tatsächlichen Spannungswert Null erreicht (der Vektor liegt auf der „x-Achse“), haben die beiden anderen tatsächlichen Spannungen entgegengesetzte Vorzeichen (die Vektoren liegen in unterschiedlichen
Halbebenen des
Koordinatensystems) und sind gleich groß. Die
vektorielle Summe der
Spannungen aller drei Spulen ist zu jedem Zeitpunkt
Null (die Vektoren bilden hintereinandergelegt ein
gleichwinkliges Dreieck). Wenn eine Spannung ihren Scheitelwert erreicht (der Vektor liegt auf der „
y-Achse“), zeigen die beiden anderen Spannungsvektoren die gleiche tatsächliche Spannung an, ihre Vektorsumme ist vom Betrag her genauso groß wie die erste Spannung, hat aber das entgegengesetzte Vorzeichen.
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Drehstrom (umgangssprachlich), Dreiphasenwechselstrom (fachsprachlich), Kraftstrom (umgangssprachlich), Starkstrom (umgangssprachlich)