Der Dottersack ist das ausschließliche Ernährungsorgan des Embryos bei den meisten Nicht-Säugern unter den Wirbeltieren (Ausnahmen sind beispielsweise
vivipare Haie oder Reptilien, die zusätzlich
Plazenten ausbilden). Bei den höheren Säugetieren übernimmt in der späteren Embryonalentwicklung die Plazenta der Säugetiere seine Funktion, er ist jedoch auch hier in der Frühphase ein notwendiges Element. Beim Menschen eine Größe bis 5 mm erreichend, übernimmt er vor Ausbildung der Leber zum Teil deren Stoffwechselfunktion. Aus der Wand des Dottersackes gehen die
Keimzellen sowie die
Stammzellen für die Blutbildung hervor. Mit der Abschnürung des Darmrohres vom Dottersack und der lateralen Abfaltung der Embryonalanlage liegt der kleine Dottersack in der
Chorionhöhle. Das Darmrohr gliedert sich aus dem Dach des Dottersackes aus. Bei einigen Säugetieren (z. B.
Pferde,
Hunde,
Katzen) bildet sich vorübergehend eine echte Dottersackplazenta aus und der Dottersack bleibt als kleines Säckchen bis zur Geburt erhalten.
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