Unter einem Dialektkontinuum versteht man eine Reihe von
Dialekten, die sich von einem Ort zum Nachbarort nur leicht verändern, so dass immer eine Kommunikation mit den Sprechern in der unmittelbaren Umgebung problemlos möglich ist. Je größer die Distanz zwischen den Orten wird, umso größer werden die Unterschiede und entsprechend die Kommunikation schwieriger, bis ab einer gewissen örtlichen Distanz gar keine Kommunikation auf
basilektaler Basis mehr möglich ist. Verfügen solche Dialekte aber über eine gemeinsame
Dachsprache, spricht man dennoch meist nicht von
Sprachen, sondern von Dialekten. Sprecher, die der Dachsprache mächtig sind, leben in einer sprachlichen Situation, die man als
Diglossie bezeichnet. Dialektgebiete sind Teil eines Dialektkontinuums, die sich durch geographische Isolation und damit Ausprägung der örtlichen Kommunikation entwickelt haben. (Man vergleiche auch den verwandten, aber nicht identischen Begriff
Dialektcluster.)
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