Unter Devisen (Plural) versteht man in einem offiziellen Verbreitungsgebiet einer
Währung Forderungen, die auf andere Währungen lauten.Dazu zählen unter anderem:ausländische
Konten und
Wertpapierein fremder Währung geführte Konten im Inland – Fremdwährungskontenausländisches
Bargeld heißt korrekt Sorten, gelegentlich wird aber auch hierbei von Devisen gesprochen.Devisen werden häufig dann als Wertspeicher genutzt, wenn weder der Wert des offiziellen Bargeldes noch der Wert von Forderungen, die auf die offizielle Währung lauten, als für zukünftig annähernd konstant betrachtet wird. Dieser Effekt tritt also bei erwarteter hoher
Inflation auf.
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Ein deutscher Unternehmer, der Waren in andere Länder liefert, wird hierfür häufig nicht mit Euro, sondern in fremder Währung bezahlt. Vom ausländischen Käufer erhält er einen Scheck, einen Wechsel oder eine Banküberweisung. Solche Guthaben oder Forderungen in ausländischer Währung bezeichnet man als Devisen. Sie können bei den Banken in Euro umgewandelt werden. Ausländische Geldscheine, die ein Tourist erwirbt, werden, im Unterschied zu den Auslandsguthaben, "Sorten" genannt.
Der Devisenkurs ist der Preis, den man für eine fremde Währung bezahlt oder erhält. Er bildet sich nach Angebot und Nachfrage.
Allerdings greifen die Notenbanken auch im System floatender Kurse (
Floating) mit Devisenankäufen oder -verkäufen gelegentlich ein, um die Kursausschläge in Grenzen zu halten. Soweit die Bundesbank im Zuge solcher Interventionen fremde Währungen aufkauft, vergrößert sich ihr "Devisenschatz". Umgekehrt führen Devisenverkäufe, mit denen sie einem zu starken Euro entgegenwirken will, zu einem Rückgang der Währungsreserven.