Die bronchoalveoläre Lavage (von
lat.:
Bronchus und
Alveole;
frz.: lavage = Wäsche, auch abgekürzt BAL) ist ein medizinisches Verfahren zur Entnahme von Proben aus der
Lunge, das im Rahmen einer
Bronchoskopie angewendet wird. Dabei werden beim Menschen 20 bis 50 ml
Ringerlösung oder 0,9%ige
Kochsalzlösung in die Lunge eingegeben und anschließend wieder abgesaugt. In der abgesaugten Lösung befinden sich herausgespülte
Zellen des Atemwegs-
Epithels und des
Immunsystems sowie eventuell
Bakterien und andere Krankheitserreger. Das so gewonnene Material kann
zytologisch untersucht werden, um beispielsweise
Bronchialkarzinome zu diagnostizieren, oder einer bakteriologischen Untersuchung zur Bestimmung des spezifischen Krankheitserregers zugeführt werden. Weiterhin können Aussagen über die Organbeteiligung im Rahmen von Autoimmunerkrankungen (z. B. systemische
Sklerodermie) getroffen werden. Hierzu ist ein negativer Erregernachweis bei vorhandenen Abwehrzellen (v.a.
Leukozyten) wegweisend.
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