Die Bioelektrische Impedanzanalyse oder kurz BIA ist eine Analyse von Lebewesen zur Bestimmung des
Körperfettanteils und weiterer Kompartimente mittels elektrischer Wechselstromimpulse. Mit einem Schwachstrom wird dabei über zwei Elektroden ein elektromagnetisches Feld im Körper aufgebaut. Über zwei weitere Elektroden im Inneren dieses Feldes an markanten Körperstellen platziert, wird der
Spannungsabfall und die Phasenverschiebung der Signalspannung abgemessen.Die Teilwiderstände (
Resistanz und
Reaktanz (
Induktion hat keine Bedeutung)) im Wechselstromkreis sind einerseits abhängig von der Länge (bzw. Ausbreitung), vom Volumen und den Verteilungsräumen (intra - extrazellulär) der Körperflüssigkeiten und andererseits von den Kapazitäten der Körperzellmembranen (Kondensatoreffekten der Doppel-Layer-Membranen). So sind alle Änderungen der Körperflüssigkeiten in den Verteilungsräumen detektierbar. Als defizitär können die Formeln für die Beschreibung dieser physiologischen und damit dynamischen Situationen bewertet werden, da die Wissenschaftler, dabei vorrangig die Mediziner, diese Methode mit relativ statischen Ausgangssituationen vergleichsgemessen bzw. validiert haben. Diese Formeln (multiple Regressionsgleichungen aus Studien mit vergleichend analysierten Referenzmethoden) berücksichtigen physiologische Änderungen nur bedingt. So kann der Körperflüssigkeitsgehalt, der im Laufe eines Tages gemessen wird, zwar sehr genau durch die Änderung der Leitfähigkeit (in erster Linie der Resistanz) gemessen werden, doch geht diese Erkenntnis zumeist dadurch verloren, dass die Messperson nicht mit dem jeweils aktuellem Gewicht gemessen wird (welches wie der Flüssigkeitsgehalt im Laufe des Tages schwankt). Das bedeutet, dass die Person, die eine BIA-Messung durchführt und interpretieren möchte, mit ebendiesen Kenntnissen ausgestattet sein sollte, und/oder die Software der Gerätelieferanten ist "intelligent" und erkennt die Situation der Messperson. Das ist bei den Geräten der meisten BIA-Anbieter nicht der Fall.
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