Die Bhagavad Gita (
Sanskrit, f., भगवद्गीता, – Lied, Gedicht;
bhagavan – Herr, Gott), „der Gesang Gottes“ ist eine der zentralen Schriften des
Hinduismus, ein spirituelles Gedicht. Der vermutlich zwischen dem fünften und dem zweiten vorchristlichen Jahrhundert entstandene Text ist eine Zusammenführung mehrerer verschiedener Denkschulen des damaligen
Indien, auf Grundlage der
Veden, orthodoxer
Brahmanismus,
Upanishaden,
Yoga und noch weitere, steht aber den Upanischaden gedanklich am nächsten. Hindus betrachten die Lehren der Bhagavad-Gita als Quintessenz der Veden. Auch im Westen wird die Bhagavad-gita als ein bedeutendes philosophisches Werk anerkannt, und viele große Gelehrte und Philosophen des Abendlandes haben sie studiert und kommentiert. Beim Studium ergeben sich oft Widersprüche: Während einige Stellen anscheinend einen Dualismus lehren – die Zweiheit von Natur und Geist, von Gott und Mensch –, lehren andere die Einheit. Durch diese unterschiedlichen Auslegungsmöglichkeiten ist das Gedicht Mittelpunkt für die verschiedensten Glaubensrichtungen.
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