Die sechs Suiten für Violoncello solo (BWV 1007–1012) von Johann Sebastian Bach gehören zur meistgespielten und (die letzte, 6. Suite) zur schwierigsten Solo-Literatur für dieses Instrument. Wann und warum Bach diese Werke schrieb, ist nicht überliefert. Es ist jedoch anzunehmen, dass er sie in den Jahren 1717–1720 für die beiden am Hofe von Leopold von Anhalt-Köthen amtierenden Gambisten und Cellisten Christian Ferdinand Abel und Christian Linike komponierte. Wie bei vielen Werken Bachs sind keine originalen Abschriften überliefert. Die älteste Quelle ist eine Kopie, welche Johann Peter Kellner um 1726 anfertigte, heutige Notenausgaben beruhen aber zum überwiegenden Teil auf der Abschrift aus der Hand Anna Magdalena Bachs, um 1727 angefertigt.
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