Als Aura bezeichnet
Walter Benjamin die besondere, einem
Kunstwerk und einer lebendigen Person eigene Ausstrahlung, die er in Gegensatz zur
Spur definiert.Die Aura charakterisiert das Spezifische des Kunstwerks, welches sich durch seine Einmaligkeit auszeichnet und dadurch, dass es an einen Ort gebunden, sowie in die Geschichte eingebettet ist. Er definiert die Aura als „einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie auch sein mag.” Als Beispiel nennt er die Empfindung des Betrachters einer Bergkette an einem Sommertag. Die Empfindung jenes Augenblicks ist nicht reproduzierbar, denn der gleiche geschichtliche Moment wiederholt sich nie mehr. Die Unnahbarkeit ist für ihn ein eigentümliches Merkmal des Kunstwerkes, was sich daraus erklärt, dass sich die Kunst aus magischen und später religiösen Ritualen entwickelt hat. Für Benjamin zeigt sich diese Herkunft zuletzt in der Lehre der „
l’art pour l’art”.
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