Gashülle von Himmelskörpern, speziell die Lufthülle der Erde. Die
Atmosphäre der Erde wird in versch.Stockwerke unterteilt: 1.
Troposphäre , in der sich das Wetter abspielt (Wolken- und Niederschlagsbildung); die Temp. nimmt im Mittel 5– 6° C je 1 km Höhe ab. Nach oben ist die Troposphäre durch die Tropopause begrenzt, am Pol ca 8 km Höhe ; mittl. Temp. von ca –50° C; am Äquator in etwa 16 km Höhe mit –80° C. 2.
Stratosphäre , oberhalb der Tropopause bis in 30 km Höhe; in dieser Schicht ändert sich die Lufttemperatur nur unwesentl. mit der Höhe (isotherme Schicht). 3. Mesosphäre (30 – 80 km Höhe), hier wird der ultraviolette Anteil der Sonnenstrahlung durch das Ozon (O3) absorbiert, wodurch sich in etwa 50 km Höhe ein Temperaturmaximum (+10° C) ausbildet (warme Schicht oder Ozonosphäre); bis in die Höhe von 80 km sinkt die Temp. jedoch wieder auf –110° C ab. 4. Thermosphäre (80 – 800 km Höhe), Temperaturanstieg bis auf über 1000° C; die Gasmoleküle sind in dieser Zone bereits z. T. ionisiert, daher auch als a Ionosphäre (mit D-, E-, F-, G-Schicht) bezeichnet. 5.Exosphäre (Dissipationssphäre, mit Van-Allen-Gürtel, dem intensivsten Strahlungsbereich der A.), oberhalb von 800 km Höhe; diese Schicht bildet den Übergang zum freien Weltraum. – Die Hälfte der Luft der A. befindet sich unterhalb von 5 km Höhe, 99% unterhalb von 30 km. An den physik. Vorgängen in Mesosphäre und Thermosphäre ist also kaum 1% der Gesamtmasse der A. beteiligt. Die Hauptbestandteile der Erdatmosphäre sind:
Daneben enthält die A. Gase, deren Anteil zeitl. und räuml. schwankt: das CO2, dessen Anteil durch die Verbrennung fossiler Energieträger in den letzten Jahrzehnten global ständig zugenommen hat und das als mögl. Ursache für Klimaveränderungen angesehen wird, außerdem den Wasserdampf (in den unteren Schichten der A. mit einem Anteil von max. 4%), der für das Wetter bes. wichtig ist (Ausstrahlung,Wolken, Niederschlag). Die heutige Zusammensetzung der Erd-A. ist stark durch die biol. Prozesse bedingt, andererseits ermöglicht nur die Zusammensetzung der A. in der jetzigen Form Leben auf der Erde (Ozonloch). Die A. hat eine wichtige Funktion beim Ausgleich der Temperaturgegensätze zw. dem Äquator und den Polarbereichen und befindet sich daher in ständiger Bewegung (Zirkulation ); in den gemäßigten Breiten bewegt sich die Luft im wesentl. entlang den a Isobaren (geostrophischer Wind) und weicht nur im Bereich der a planetaren Grenzschicht deutl. von dieser Richtung ab. Am unteren Rand der Tropopause findet man in den Strahlströmen Windgeschwindigkeiten von über 100 km/h, die z. B. bei Interkontinentalflügen ausgenutzt werden.