Die Asuka-Zeit (
jap. , asuka jidai; 552–710) ist eine Periode der
japanischen Geschichte. Sie begann 552 als offizielles Datum der Übernahme des Buddhismus. Ihren Namen erhielt sie dadurch, dass sich die kaiserlichen Residenzen in
Asuka-kyo befanden.Dem Prinzen
Shotoku Taishi (574–622) wird die erste schriftliche Verfassung Japans (
17-Artikel-Verfassung) zugeschrieben, die 17 Paragraphen zu
Ethik und
Politik enthielt.Im Jahre 645 begründete
Nakatomi no Kamatari den Aufstieg der
Fujiwara-Familie, deren Einfluss erst im
11. Jahrhundert durch die
Samurai enden sollte. Diese Zeit sah ebenfalls eine Verwaltungs- und Steuerreform nach chinesischem Vorbild, sowie eine Landreform, bei der der Staat Ackerland aufkaufte, um es gleichmäßig an die Bauern zu verteilen. Die neuen Machthaber setzen allerdings die china-orientierte Politik weiter fort: Mit den
Taika-Reformen (645) werden Staat und Verwaltung weitgehend nach chinesischem Modell neu strukturiert. Der Grundbesitz wird vom Kaiser persönlich verwaltet und eine neue Hauptstadt als Machtzentrum entsteht (
Ritsuryo-System). Volkszählungen, ein einheitliches Steuerregister und Landvermessungen vereinfachen die Verwaltung. Es entsteht also ein zentralisierter
Beamtenstaat. Allerdings werden im Gegensatz zu China die wichtigsten Posten immer an bestimmte Adelsfamilien vergeben, um sich deren Loyalität zu versichern. Die Leibeigenschaft in den einzelnen Provinzen wird abgeschafft. Ab sofort sind alle dem Kaiser unterstellt.
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