Aremorica (Armorica, von
keltisch are-mor, „vor dem Meer“), die nordwestliche Küste
Galliens zwischen Sequana (
Seine) und Liger (
Loire), also die heutigen Landschaften
Normandie und
Bretagne. Als Völker dieser Gegenden nennt
Caesar die Veneti, Curiosolites, Redones, Caleti, Osismii, Unelli und Lexovii, wozu noch die Abrincatui, Viducasses und Bajucasses kamen; meist seefahrende Völker. Zu Anfang des 5. Jhs., unter dem weströmischen Kaiser
Honorius, schlossen die aremorischen Häuptlinge und Städte einen Bund zum Schutz gegen die Überfälle der
Germanen. Dieses Waffenbündnis hielt bis zur Eroberung des Landes durch den
merowingischen König
Chlodwig I. um 500. Bald darauf wanderten viele von den
Angelsachsen verdrängte Briten ein, wovon das Land den Namen Bretagne erhielt.
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