Arachidonsäure ist eine vierfach ungesättigte
Fettsäure. Arachidonsäure wird in jedem tierischen Organismus aus der essentiellen Omega-6-Fettsäure
Linolsäure über die Zwischenstufen
γ-Linolensäure (GLA) und Dihomo-γ-linolensäure (DGLA) synthetisiert oder über die Nahrung aufgenommen. Arachidonsäure ist eine gelbliche Flüssigkeit. Sie findet sich als Bestandteil von
Lipiden, wie etwa
Phospholipiden. Bei Entzündungsprozessen und der Entstehung von Schmerzsignalen spielt sie eine wichtige Rolle als Vorläuferin derjenigen
Eicosanoide, die diese Prozesse verstärken (Serie-2). Eine möglichst geringe Aufnahme oder Synthese von Arachidonsäure scheint in diesem Zusammenhang in den meisten Fällen gesundheitlich sehr wünschenswert zu sein. Bei entzündlichen
Autoimmunerkrankungen (v. a. bei
multipler Sklerose, aber auch bei
Autoimmunthyreopathien und
Rheuma) wird oft eine Diät empfohlen, die arm an Arachidonsäure ist. Eine Vielzahl von Medikamenten von
Acetylsalicylsäure bis hin zu Rheumamedikamenten beruhen in ihrer Wirkung darauf, die Entstehung dieser Eicosanoide aus der Arachidonsäure zu unterbinden.
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