Der Apparent Diffusion Coefficient stellt in der medizinischen Bildgebung mittels
Kernspintomographie eine wichtige Kenngröße dar. Mittels geeigneter, diffusionsgewichteter Sequenzen ist die Kernspintomographie in der Lage, diffusionsabhängige molekulare Bewegungen sichtbar zu machen. Da zusätzlich zur eigentlichen Diffusionsbewegung auch andere Mikrobewegungen (z. B. plasmatischer Fluss in Nervenzellfortsätzen oder kapillärer Blutfluss) im Gewebe mitregistriert werden, ist das kernspintomographisch gemessene Signal abhängig vom lokalen Diffusionskoeffizienten und diesen zusätzlichen Bewegungen. Der resultierende "unreine" Diffusionskoeffizient wird als apparenter Diffusionskoeffizient bezeichnet. Er ist z. B. in durchblutungsgestörtem, absterbendem Hirngewebe, aber auch in vielen Tumoren vergleichsweise niedrig. Diese Strukturen heben sich in diffusionsgewichteten kernspintomographischen Bildern deutlich von ihrer Umgebung ab.
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