Anthropologie (von griechisch: ánthropos „Mensch“ und λόγος
lógos „Lehre“), ist frei übersetzt „die Wissenschaft vom Menschen“. Der Begriff geht auf den Leipziger Philosophen, Arzt und Theologen
Magnus Hundt zurück. Die einzelnen Disziplinen zusammenfassend wird unter diesem Oberbegriff die wissenschaftliche Erklärung dessen verstanden, was der Mensch ist. Charakteristisch für die Anthropologie ist ihre (auf
I. Kant zurückgehende) Spaltung in einen
materialistisch-physischen Zweig und einen
idealistisch-pragmatischen Zweig: die Naturwissenschaften beschreiben den Menschen aus der
Evolutionstheorie heraus als ein zwar hoch entwickeltes, sich aber nur
quantitativ vom Tier unterscheidendes Wesen, während die Geisteswissenschaften in der Freiheit der Entscheidung und der Selbstbestimmung, d.h. in der
Personalität, das spezifisch menschliche Wesen entdecken, welches sich
qualitativ vom Tier unterscheidet. In Deutschland wird unter dem Universitätsfach „Anthropologie“ im Unterschied zu den angelsächsischen Ländern ausschließlich die biologische oder physische Anthropologie verstanden.
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