Im Rahmen der Anamnese (von
griech. ανάμνησις anamnêsis „Erinnerung“) wird die Vorgeschichte eines Patienten in Bezug auf seine aktuellen Beschwerden erhoben. Die
biographische Anamnese ist darüber hinaus erweitert auf die gesamte Lebensgeschichte des Patienten. Eine sorgfältige Anamneseerhebung schließt
biologische,
psychische und
soziale Aspekte mit ein. Die dabei erhaltenen Einzelinformationen erlauben oftmals Rückschlüsse auf
Risikofaktoren und kausale Zusammenhänge. Ein
therapeutisches Anliegen ist damit nicht direkt verbunden, wenngleich bereits allein das Reden über die Probleme eine heilsame Wirkung haben kann. Die Anamnese wird im Regelfall vor der
medizinischen Untersuchung erhoben, muss jedoch in
Notfällen, die eine sofortige Behandlung verlangen, auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden.
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