Als Altchinesisch (auch archaisches Chinesisch) wird im Allgemeinen die
chinesische Sprache bis zum Ende der
Zhou-Dynastie 256 v. Chr. bezeichnet, wobei die Definition je nach Sichtweise variiert.In der historischen
Phonologie des Chinesischen wird mit „Altchinesisch“ diejenige Entwicklungsstufe der Sprache bezeichnet, deren Phonologie in den Reimen des
Shijing und in den ältesten Zeichen der chinesischen Schrift fassbar ist, während aus
syntaktischer Sicht die gesamte Sprache bis zum Beginn der
Qin-Dynastie unter diesem Namen zusammengefasst ist. Die älteste Form des Chinesischen findet sich in den
Orakelknocheninschriften aus der späteren
Shang-Dynastie. Aus der frühen oder
westlichen Zhou-Dynastie (11. Jahrhundert v. Chr. - 771 v. Chr.) stammen sowohl Inschriften, insbesondere auf Bronzegefäßen, als auch erste literarische Werke wie die Gedichtsammlung des Shijing und die älteren Teile des
Shujing. Die letzte Stufe des Altchinesischen ist das
klassische Chinesisch, die Sprache der Zeit der Streitenden Reiche (5.–3. Jahrhundert v. Chr.), die als Literatursprache bis in die Neuzeit Verwendung fand.
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