Die Abgabenquote drückt den Anteil von Steuern und Sozialabgaben an der Wirtschaftsleistung (Bruttoinlandsprodukt BIP) eines Landes in Prozent aus.Eine hohe Abgabenquote wird in der Regel gleichgesetzt mit umfangreicher staatlicher
Umverteilung, geringeren ökonomischen Anreizeffekten und geringer Attraktivität des
Produktionsstandorts aufgrund hoher Produktionsnebenkosten.Eine hohe Abgabenquote kann z.B. Folge eines atypischen Altersaufbaus (umgekehrte
Alterspyramide) einer Bevölkerung sein. Jede Abgabenquote löst (positive oder negative) ökonomische Anreizeffekte bei den Wirtschaftssubjekten aus, die zu Vergleichen fähig sind. Je nach Ausgestaltung des
Abgabenrechts kann eine hohe Abgabenquote Vermeidungs-, Überwälzungs- und Abwanderungseffekte auslösen. Werden beispielsweise negative
Umweltemissionen durch hohe Abgaben erfasst und führen diese zu
Investitionen, die auf die Vermeidung der Umweltemissionen abzielen, so haben sie positive Anreizeffekte. Zur Vermeidung einer Abgabe, wie beispielsweise der LKW-
Maut müssen alle zur Verfügung stehenden Alternativen, wie z.B. Transport per Bahn, Schiff, Pipeline etc. in Betracht gezogen werden. Werden nur einzelne Alternativen selektiv mit einer Abgabe belegt, so besagt die Abgabe über die Abgabenquote noch wenig aus.
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