Als Buchbinden bezeichnet man den letzten Arbeitsgang der
Buchherstellung nach Abschluss der
Druckarbeiten. Er umfasst alle Schritte vom Ordnen und Zusammenfügen der Seiten bzw.
Lagen eines Buches bis zum Versehen des
Buchblocks mit einem
Einband und der anschließenden Verzierung.Während Bücher zu binden bis ins 19. Jahrhundert hinein eine rein handwerkliche Tätigkeit war, wird heute ein Großteil der Produktion in industrieller Serienfertigung hergestellt. Die grundlegenden Vorgänge sind dabei zwar dieselben geblieben, in ihrer Ausführung unterscheiden sie sich jedoch wesentlich voneinander. Der handwerkliche
Buchbinder führt alle Arbeitsschritte nacheinander aus und benutzt dafür nur wenige handbetriebene Gerätschaften, fertigt den Einband also vollständig selbst. In der Industrie hingegen werden die meisten Arbeitsschritte vollständig von Maschinen übernommen. Der Buchbinder ist häufig lediglich für die Bedienung und den reibungslosen Ablauf eines einzelnen Arbeitsschrittes zuständig. Die gesamte Herstellung ist in viele Einzeltätigkeiten zerfallen, vom Buchbinden als geschlossene Tätigkeit kann kaum noch die Rede sein.
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